Liebe Forengemeinde,
wir weisen alle Cannabiskonsumenten noch einmal deutlich auf die Risiken des Cannabiskonsums hin.
Auch wenn möglicherweise einige in der Öffentlichkeit dargestellte Risiken nicht entsprechend den medizinischen Erkenntnissen präsentiert werden, ist Cannabis dennoch eine Droge, von der man -wie von vielen anderen Dingen auch- abhängig werden kann.
Da Cannabis nach bisherigem Kenntnisstand eine leichte Droge und nicht giftig für den Körper ist, nehmen Konsumenten oft an, die Droge sei ohne Risiko.
Gerade dies kann leider zum Verhängnis werden, da Konsumenten am Anfang eines regelmäßigen Konsums wenige oder gar keine ungewollten Nebenwirkungen feststellen.
Langfristig kann regelmäßiger bzw. übermäßiger Cannabiskonsum aber bewirken, dass soziale Aktivitäten eingestellt oder vermindert werden und Konsumenten sich von ihrem alten Freundeskreis zurückziehen.
Den Cannabiskonsum an diesem Punkt einzustellen, kann den Betroffenen schwer fallen und aufgrund des Verlustes einer liebgewonnenen Betätigung für leichte depressive Stimmungen sorgen.
Eine Ausnahme dieser vergleichsweise "leicht" reparablen Nebenwirkungen bilden die Auswirkungen, die der THC-Konsum bei Jugendlichen haben kann. Es ist nach medizinischen Gesichtspunkten erwiesen, daß gerade junge Menschen, deren Gehirn sich noch im Aufbau befindet, bei häufigem THC-Konsum Gefahr laufen können, daß genau diese Entwicklung ihres Gehirns empfindlich gestört wird, was im späteren Lebensverlauf zu einer irreparablen Veränderung innerhalb des Hirnstoffwechsels führen kann(mehr dazu in der unten aufgeführten Dokumentation).
Das bedeutet nicht, daß Jugendliche, die in jungen Jahren mit dem Konsumieren angefangen haben in jedem Fall verloren sind, da Cannabis nicht toxisch(giftig) wirkt und daher auch keine direkten Gehirnschäden verursachen kann wie es häufig dargestellt wird.
Das Problem liegt eher darin, daß dauerhaft der "Normalzustand" des Gehirns verändert wird, so daß - laienhaft ausgedrückt - auf Dauer andere Denkmuster entstehen und der jugendliche Konsument Gefahr läuft, daß die Entwicklung seines Gehirns von diesen Denkmustern dauerhaft geprägt wird.
Das muß zwar nicht so kommen aber angesichts der Gefahr irreversibler Veränderungen in dem Gehirn eines heranwachsenden Menschen, möchten wir auf diesen Punkt besonders deutlich hinweisen, damit Eltern oder Personen, die junge Konsumenten in ihrem Umfeld haben dort gegebenenfalls Überzeugungsarbeit in Form eines informierenden Gesprächs o.ä. leisten können bzw. die betreffenen Jugendlichen dazu bewegen können, sich mit einem Mediziner in Verbindung zu setzen, der ihnen die Gefahren genauer erklären kann.
Jeder Cannabiskonsument sollte sich dieser Risiken bewußt sein und sich mit sich selbst auseinandersetzen, ob ein vollständiger Abbruch des Konsums für ihn selbst nicht sinnvoller wäre.
Allgemein ist gerade Gewohnheitskonsumenten anzuraten, regelmässig längere Konsumpausen einzulegen.
Menschen mit genetischer Vorprägung können zudem auch einer Psychose zum Opfer fallen. Sollten entsprechende Fälle in der Familie bekannt sein, sollte der Konsum unverzüglich eingestellt werden bzw. im Zweifelsfall ein Arzt zur Beratung aufgesucht werden.
Ein verantwortungsbewusster Umgang mit Cannabis kann sehr unterschiedliche Auswirkungen zu einem regelmäßigen Mißbrauch bei ein und demselben Konsumenten haben. Mißbrauch liegt oberflächlich gesagt dann vor, wenn Konsumenten nicht mehr freiwillig den Konsum bewusst einstellen wollen. (Das „Können“ ist seltener die Frage. Oftmals glauben Konsumente, alles sei in Ordnung und halten eine Pause für unnötig). Auch hier empfiehlt sich ein Arztbesuch, falls diesbezüglich Unsicherheit herrscht.
Auch an dieser Stelle helfen regelmässige, mehrmonatige Konsumpausen, um sich und der Umwelt zu beweisen, dass man auch wirklich aufhören "kann" mit dem Konsum.
Kann man es nicht, ist unbedingt ärztlicher Rat einzuholen.
Ein verantwortungsbewußter Umgang liegt in unseren Augen dann vor, wenn der Konsument den eigenen Konsum kritisch reflektiert, nur unregelmäßig konsumiert, der Konsum für die Gestaltung des Alltages keine Bedeutung hat und vor allem kein dringendes Verlangen besteht, zu konsumieren und der Konsum auch über längere Phasen eingestellt werden kann.
Vergleichbar evtl. mit einem Lieblingsessen: Es kommt nur alle paar Monate auf den Tisch, schmeckt dann aber um so besser.
Isst man es jeden Tag, verliert es schon bald den Reiz des Besonderen.
Dies verlangt eine aufmerksame Betrachtung der eigenen Person und wir möchten alle Konsumenten bitten, die diesen Text gelesen haben, sich das bewusst zu machen und ihr Konsumverhalten entsprechend zu überdenken.
Für alle gilt unterm Strich: Die wenigsten Risiken geht man ein, wenn man einen klaren Kopf behält und auf bewusstseinsverändernde Substanzen verzichtet.
Dieser Text soll in keinster Weise dazu dienen, zum Konsum von Cannabis oder anderen Substanzen aufzufordern. Der Zweck ist, Konsumenten, die bereits entschlossen sind zu konsumieren, Risiken bewußt zu machen und sie vor deren Eintreten zu bewahren.
Insbesondere auch aus dem Grund, daß sich selten zur Aufklärung geeignete Quellen finden. Ein Großteil der Quellen übertreibt entweder maßlos oder verharmlost zu stark.
Einer der wenigen brauchbaren Berichte, der sich an die Fakten hält und im Rahmen einer angemessenen Aufklärung sehr zu empfehlen ist, ist der Folgende:
http://www.youtube.com/watch?v=YADbhnZ_Ff0
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