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Thema: Stecklinge schneiden

  1. #1

    Standard Stecklinge schneiden

    In diesem Tutorial wird erklärt, wie man Stecklinge schneidet und für die Bewurzelung optimal behandelt.









    Part I.


    Stecklinge schneiden mit Wurzelhormon


    Ihr benötigt:

    -schere
    -rasierklinge
    -steinwollblock 4x4
    -bewurzelungshormon


    hier erstmal die pflanzen! powerplant die 1.:
    http://www.kuhstall-lindow.de/western/powerplant1.jpg

    und hier die 2. powerplant! etwas kleiner, durch mangelde sonnenbestrahlung!
    http://www.kuhstall-lindow.de/western/powerplant2.jpg

    dann gings an die vorbereitung! hab die gläser beschriftet und mit wasser gefüllt, damit ich die geschnittenen steckis sofort ins wasser stellen kann!
    http://www.kuhstall-lindow.de/bilder/glaserbeschr.jpg

    und hier jetzt die geschnittenen steckis! hab von der großen pp 1 sechs stecklinge und von der kleinen pp 2 vier stecklinge geschnitten!
    http://www.kuhstall-lindow.de/wester...nensteckis.jpg

    dann alles bereitgelegt! clonex und steinwollwürfel!
    http://www.kuhstall-lindow.de/western/vorbereitung.jpg

    und so sollte er dann aussehn der beschnippelte steckling!
    http://www.kuhstall-lindow.de/wester...lterstecki.jpg

    der steckling wird dann vorsichtig in clonex gedipt (oder pulver gibts ja auch noch)
    http://www.kuhstall-lindow.de/western/inclonexdip.jpg

    ...vorsichtig in den würfel stecken und fertig ist!
    http://www.kuhstall-lindow.de/bilder/steckwurfel.jpg

    http://www.kuhstall-lindow.de/wester...hnenstecki.jpg

    und da sind auch schon die ersten zwei fertig und stehen im körbchen!
    http://www.kuhstall-lindow.de/western/dieerstenzwei.jpg

    das ist nen steckling von der 2. pp! wir werden sehn welche am ende besser aussehn!
    http://www.kuhstall-lindow.de/western/stecklingpp2.jpg

    und hier nochmal nen gruppenbild vom stecklingskindergarten! gruppe 1 auf der linken seite (6stk.) und gruppe 2 auf der rechten seite (4stk.)
    http://www.kuhstall-lindow.de/wester...steckis6u4.jpg

    so nun aber ab ins wohlig-warme, vorgeheitzte kinderzimmer!
    http://www.kuhstall-lindow.de/wester...eckenhaus1.jpg

    kinderzimmertemperatur: 26-28°C, RLF: 75-80%, 18 std. 250W HQL licht!
    wollen wir hoffen das in 1-2 wochen die 1. wurzeln zusehen sind!
    http://www.kuhstall-lindow.de/western/imsteckenhaus.jpg

    hier das thermostat, womit ich die fußbodentemperatur im stecklingskinderzimmer regeln kann! hab ca 23°C eingestellt, die stecklinge haben ca 20°C an den füßen!
    http://www.kuhstall-lindow.de/wester...mostatheiz.jpg

    nun drückt mal alle die daumen, das die auch was werden! meld mich dann sobald sie vortschritte machen!

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    4 tage nach dem schneiden und alle sehn noch sehr frisch aus! ich denk das ist nen gutes zeichen!

    http://www.kuhstall-lindow.de/wester...ch4tagealt.jpg

    und nächstes wochenende kann ich euch hoffentlich schon die ersten wurzeln präsentieren!

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    ganze 11 tage ist das schneiden nun her und siehe da, die ersten wurzeln sind zu sehen!

    (...)
    ...und heut hab ich dann gleich in töpfe gepflanzt! und gleich ne portion wurzelstimulator hinterher!

    (...)

    FERTIG !

    __________________________________________________ _____________________

    Homegrower´s Tipp:Ich schneide die Steckis erheblich kleiner (Am unteren Ende der ersten langgezogenen Internodie). Dann setze ich die Steckis in Wasser welches beteht aus: 1/4 Düngerwasser, 3/4 Britta-Gefiltertes Wasser und einen guten Spritzer Clonex. Nach einem Tag werden diese Steckis in Nasses Seramis gesteckt. Dazu nehme ich den Boden eines Gewächshäuschens her und schau, dass unten ca 5 mm Wassersäule steht (Nur am ersten Tag). Nach 3 - 5 Tagen werden die Steckis dann in den Steinwollwürfel gesteckt und auf dieses Seramis gesetzt. Spätestens nach 2 Wochen habe ich bei allen Steckis Wurzeln.
    Dabei Giesse ich das Seramis nicht nach. Je mehr Wasser verdunstet, umso mehr gewöhnen sich die Steckis ans Wassersaugen. Bei einer Luftfeuchtigkeit von ca 45 % hält das Wasser bis zu zwei Wochen und genauso schnell bilden dann die Steckis auch genug Wurzeln. Erst wenn das Seramis so trocken ist, dass die Steinwolle nicht mehr nachsaugen kann, wird nachgegossen. Aber da ist die Wurzelbildung schon so weit, dass die Wurzeln weiter wachsen. Als Beleuchtung nehme ich 20 h Energiesparlampe je Gewächshausboden.
    Ich weiss auch, dass 45 % Luftfeuchtigkeit sehr wenig ist, aber die Steckis stehen ja am Anfang noch direkt im Wasser und auch im Gewächshaus haben Sie am Boden ja eine Wassersäule, in der Sie noch die ersten drei Tage stehen. So werden die Steckis langsam vom Wasser entwöhnt (Kein Schock), fangen nicht das Schimmeln an und bilden richtig schön Wurzeln. Auch ein Verstopfen vom Wurzelhormon gibt es nicht.

    ca 99 % Wurzelerfolg im Zeitrahmen von 1,5 Jahren sprechen für meine Methode, oder?



    BomShiva´s Tipp:Nur hast Du eins vergessen, wenn Du den Stecki in das Wachstumshormon tauchst, musst Du aufpassen, dass die Wasserleitung des Steckis nicht verstopft. Ich schneide immer ca. 2 mm vom Stiel ab, nachdem ich den Stecki ins Hormon getaucht habe.


    Highlander1000´s Tipp:Also erst auch mal von mir ein grosses Fettes Lob ist sicher ein super Report die noch nie Steckis gemacht haben, find ich toll das du dir die Mühe gemacht hast, aber ich muss auch BomShiva zustimmen, denn gerade wer das erste mal Steckis macht sollte alle Fehlerquellen beseitigen, und dazu gehört auch das man den Stecki nachdem man ihn ins STecklingshormon gesteckt hat nochmal unten am Stamm ca 2-3mm wegschneidet, da die Pflanze nur durch diese kleine Öffnung Wasser von unten aufnehmen kann und wenn du ihr die auch noch verstopfst, dann kann es sein das sie dir eingeht?
    Aber wenn du so gute Erfolge erziehlt hast, dann mach auch weiter so ich wollt es halt nur gesagt habe, beim Gel muß man es nciht unbedingt machen, aber besser wäre ees auch da?



    Haze Venutra´s Tipp: Ich habe bisher die besten Ergebnisse mit einer Clonex - Weidenwasser -Rhizotonic Mischung gemacht. Also Clonex auf die Steckis, Jiffies in Weidenwasser quellen lassen und ab dem 2. Tag mit Rhizotonic-Lösung feucht gehalten. 100 %Bewurzelung binnen 4-6 Tagen.

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    Fragen und Antworten:

    Frage:aber warum hast du die blätter beschnitten?

    Antwort:Damit die Pflanze weniger Fläche hat um das aufgenommene Wasser zu verdunsten...


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    Frage:FRAGE ...
    Das die Blätter abgeschnitten werden kann ich nur teilweise verstehen. Ist es nicht so, das der Steckling das nötige Wasser durch die Blätter bezieht? Wenn ja, warum werden sie denn abgeschnitten. Schließlich benötig der Steckling ja auch Licht, und je weniger Lichtaufnahme desto schlechter das Wachstum.
    Antwort ...
    Damit nicht so viel Wasser verloren geht !


    Antwort:was jetzt das kürzen der blätter angeht: in erster linie macht man das, damit die unbewurzelten steckis so wenid wasser wie möglich verdunsten können. es is daher auch ganz wichtig, für eine hohe luftfeuchte zu sorgen.

    wenn nämlich die luftfeuchhte außen hoch is, dann nimmt die pflanze von außen leicht wasser auf, gibt aber wenig ab, weil draußen eh schon mehr is. logisch??

    ahja, @photosynthese: die unbewurzelten steckis betreiben kaum photosynthese. daher machts echt nix, wenn man die blätter stutzt


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    Frage:Aber für mich als Noob stellen sich doch noch einige Fragen zu dem Thema:

    1. Wann nehme ich die Stecklinge? Vor der Blühte? Dann kann ich doch das Geschlecht noch gar nicht bestimmen, oder?

    2. Wieviel und welches Licht benötigen die Stecklinge?

    was die belichtungsdauer angeht, so steht die stecki-bewurzelungskiste abgedeckt bei meinen kleinen mit 16 stunden licht.

    - h.d. die kriegen nun Licht oder nicht?

    3. Ab wann kriegen sie 18/18? Direkt nach der Wurzelbildung?



    Antwort:18/18 werden sie nie bekommen, sondern höchstens 18/6.
    Steckis müssen in der Wuchsphase geschnitten werden, da blühende Pflanzen so gut wie keine Wurzeln bilden.
    Wenn Du die Steckis bei ner blühenden Pflanze nehmen willst, um das Geschlecht zu bestimmen, dann frage ich mich, warum Du Dir nicht einfach die Blüten der Mutterpflanze anschaust.


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    Frage:
    Steckis müssen in der Wuchsphase geschnitten werden, da blühende Pflanzen so gut wie keine Wurzeln bilden.
    Wenn Du die Steckis bei ner blühenden Pflanze nehmen willst, um das Geschlecht zu bestimmen, dann frage ich mich, warum Du Dir nicht einfach die Blüten der Mutterpflanze anschaust.

    Genau das meinte ich doch: Weil ich sie eben nicht in der Blüte schneiden will, stellt sich für mich die Frage, ob ich das Geschlecht vorher bestimmen kann oder ob ich das nach Gefühl entscheiden muß

    Antwort:Man nehme einen Stecki von jeder potentiellen Mutterpflanze. Wenn diese alle gewurzelt haben, schickt man die Mütter in die Blüte. Die Männer werden inkl. Ihrer Abkömmlinge gleich ins Butterfass oder in die Mägen der Kompostbewohner geschickt.
    Die weiblichen Mütter lässt Du asublühen und schaust, welche die besten Ergebnisse nach Deinem Geschmack liefert (Ertragsmenge, Geschmack, Törn, etc....). Und schon hast Du Deine eigene Mutterpflanze selektiert.

    Achtung: Ein oft gemachter Fehler der aber sehr fatal ist: Die Mütter und Kinder werden nciht ausreichend beschriftet und können nachher nicht mehr richtig zugeordnet werden. Tu Dir selbst den Gefallen und bestücke alle mit Schildern, dass sortiert aufstellen funzt einfach nicht, besonders wenn Du zu viel rauchst


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    Frage:Also ich hab bisher meine Steckies immer mit Torfquelltöpfen gemacht - würde es aber jetzt auch gerne mal mit Steinwolle versuchen. Was mich nur interessieren würde: Habt ihr die Steinwollblöcke vor dem Einsätzen gewässert? Und wenn ja, normales Wasser oder PH-regulierte Nährstofflösung?

    Antwort:Ich weiche die Dinger immer einen Tag lang ein. Währenddessen ruhig mal aus dem Wasser nehmen, kurz abtropfen lassen und dann wieder rein damit. Immer auf den PH-Wert des Wassers achten, der schiesst nämlich gern in die Höhe.







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  2. #2

    Standard Re: Stecklinge schneiden

    Part II.

    Stecklinge schneiden mit Weidenwasser



    Ich habe mal einen Versuch gemacht, Stecklinge mit Weidenwasser statt Clonex zu ziehen. Die Ergebnisse sind so interessant, dass ich sie euch nicht vorenthalten will.

    Ausgangspunkt war eine Thai-Pflanze (100% Sativa), deren Samen aus orginal Thai-Sticks stammten

    Die Pflanze zeigte bis Anfang September noch keinerlei Blütenansatz und war ziemlich gespargelt, weil der Platz nicht besonders viel Sonne hatte. Weil sie viel zu hoch für meinen Growschrank war, beschloss ich trotz des fortgeschrittenen Wuchses einfach die vier Haupttriebe zu kappen und daraus Steckies zu machen.

    Der nächste Schritt war die Herstellung von Weidenwasser. Weiden sind Pflanzen, die ungeheuer leicht vegetativ zu vermehren sind. Man muss nur einen Ast abschneiden und ihn in den Boden stecken, er wird auf jeden Fall anwachsen. Das liegt daran, dass die Weide in ihren Ästen sehr viel Bewurzelungshormone aufweist. Und auf diese Hormone haben wir es abgesehen

    Um Weidenwasser herzustellen benötigen wir erstmal einen Schwung Äste einer Weide. Idealerweise nehmen wir die dünnen Äste, die von diesem Jahr stammen. Das sind die peitschenartigen Dinger, die überall an dem Baum hängen. (siehe Bild 2)

    Anschließend werden alle Blätter von den Ästen entfernt (Bild 3)

    Dann werden die Äste in 1-2 cm lange Stücke geschnitten. (Bild 4)

    Diese Aststückchen werden dann in einen verschließbaren Becher (Joghurt-Becher ist sehr gut) gegeben, der schon etwa halb voll mit Wasser ist. (Bild 5)

    Der Becher wird dann verschlossen 24 Stunden stehen gelassen.


    So wir haben 24 Std. gewartet, jetzt gehts weiter. Das Wasser wird durch ein Sieb gegossen und die Weidenäste dadurch entfernt. (Bild 2)

    Anschließend habe ich das fertige Weidenwasser wieder in den Joghurtbecher zurückgegossen, weil er als verschließbares Gefäß sehr gut zur Aufbewahrung dienen kann. (Bild 3)

    Das fertige Weidenwasser ist eine etwas trübere Flüssigkeit als Wasser und weist ein paar Ölflecken auf. (Bild 4)

    Dieses Weidenwasser kann so wie es ist mindestens 2 Wochen verwendet werden, länger sollte es nicht aufgehoben werden, weil es dann anfängt zu gammeln und die enthaltenen Hormone abgebaut werden.


    Jetzt gehts zum Schneiden der Steckies. Ich habe jetzt folgenden Versuch gemacht:

    Am 30. August habe ich vier Stecklinge von der Thai-Pflanze genommen, indem ich ihr einfach die vier Haupttriebe (Pflanze war zweimal beschnitten) gekappt habe. Diese Stecklinge wurden einfach nur mit Wasser gemacht, ohne Zusatz von Weidenwasser. Sie wurden geschnitten, sofort danach für eine Stunde in Wasser gestellt und anschließend in Torfquelltöpfe gesetzt.

    Zwei Tage später habe ich nochmal vier Steckies genommen, wieder die Spitzen der Haupttriebe, aber diesmal habe ich mit Weidenwasser gearbeitet um den Unterschied festzustellen.

    Zunächst mal habe ich die vier Torfquelltöpfe im Weidenwasser quellen lassen (Bild 1).

    Als sie fertig gequollen waren (nach ca. 10 Minuten) wurden sie beiseite gestellt und die Stecklinge geschnitten. Sofort nach jedem Schnitt (mit der Rasierklinge) wurden die Steckies in das Weidenwasser gestellt. (Bild 2)

    Jedem Stecki habe ich dann noch drei kleine Stücke Rinde an der Schnittstelle entfernt - vorsichtig mit der Rasierklinge - und sie dann wieder ins Wasser gesetzt. (Bild 3)

    Nach etwa einer halben Stunde wurden die Pflanzen dann in die Torfquelltöpfe gesetzt (Bild 4) und ihre Blätter wurden beschnitten (Bild 5 und 6).

    Danach kamen sie zusammen mit den anderen Steckies (die ohne Weidenwasser) in ein Minigewächshaus, das mit feuchtem Seramis ausgelegt war. (Bild 7) Das Mini-Gewächshaus steht auf einer Heizmatte (Thermolux) im Growschrank bei 18/6 Std. Licht/Dunkelheit (nur 4 LSRs mit je 18 Watt - also kein heftiges Licht) Durch den Deckel des Gewächshauses ist es drinnen sehr feucht, die Heizmatte sorgt für eine konstante Temperatur, die durch das feuchte Seramis wunderbar verteilt wird.


    Während der nächsten Tage wurden die Steckies regelmäßig gelüftet, das heisst der Deckel des Zimmergewächshauses wurde einmal pro Tag kurz abgenommen und etwas Frischluft reingelassen. Alle acht Steckies sehen ziemlich gut aus, nochmal zur Erinnerung: die ersten vier wurden ohne Zusatz von Weidenwasser geschnitten, die zweiten vier mit Weidenwasser. Ansonsten war die Technik exakt identisch.

    Auf dem Bild erkennt man rechts die ersten vier, links die zweiten vier. Dass die ersten kleiner sind, liegt einfach an der Tatsache, dass das ja die Spitzen der Thai-Pflanze waren, während die zweite Fuhre ja einfach nochmal die selben Äaste waren, die eine Stufe tiefer geschnitten wurden. Daher sind die Äste der zweiten Fuhre auch deutlich dicker.


    So und jetzt kommt das Ergebnis. Am 10. September (also genau 9 Tage nach dem Schneiden ) zeigte sich die erste Wurzel bei einem der Steckies die mit Weidenwasser behandelt wurden (Bild 1).

    Einen Tag später (11. September) hatten auch die anderen drei dieser mit Weidenwasser behandelten Steckies sichtbare Wurzeln (Bild 2)

    Die Steckies der ersten Lage, also die ohne Weidenwasser haben bis heute (16. September) noch keinerlei Anzeichen von Durchwurzelung gezeigt, einer ist mir heute beim Nachsehen aus dem Topf gefallen und dadurch kam ans Licht, dass der Stiel am wegfaulen ist. Keinerlei Anzeichen von Wurzelbildung!


    Fazit:

    Die Wirkung von Weidenwasser ist offensichtlich kein Märchen. Die Ergebnisse der Versuchsreihe sind eindeutig:

    Vier Stecklinge ohne Weidenwasser zeigen auch nach 18 Tagen noch keinerlei Bewurzelung.

    Vier Stecklinge mit Weidenwasser sind alle - ohne Ausnahme - nach 9-10 Tagen soweit, dass die Wurzeln durch die Jiffies stoßen.

    Ich denke, ich werde in Zukunft nur noch im Winter (wenn es keine frischen Weidenäste gibt) mit Clonex arbeiten. Im Sommer lassen sich die selben Ergebnisse auch mit Weidenwasser erzielen. Bei mir sind jedenfalls Stecklinge mit Clonex auch immer erst nach 10 Tagen durchwurzelt gewesen. Ich sehe also tatsächlich keinen Unterschied.

    Der nächste Versuch wird mit Steinwollblöcken durchgeführt, die ich dann auch in Weidenwasser quellen werde. Aber bis dahin wird noch etwas Zeit vergehen, die Pflänzchen sind noch viel zu klein zum Steckies machen...


    So jetzt kommt ein Ergebnisnachtrag. Die vier Stecklinge, die ohne Weidenwasser am 30.August geschnitten wurden sind jetzt zur Auswertung bereit. Einer (!) hat am 19. September (also nach 20 Tagen) doch noch Wurzeln bekommen, alle anderen sind eingegangen.

    Ich denke das ist eine eindrucksvolle Statistik.

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    Wie schon angekündigt mache ich jetzt noch einen Versuch mit Clonex gegen Weidenwasser. Die Thai-Pflanze ist zwar inzwischen in der Vorblüte - es ist ein Mädchen - aber sie ist definitiv viel zu hoch für meinen Schrank. Also habe ich am 17. und 19. September nochmal jede Menge Steckies geschnitten. Diesmal habe ich statt Jiffies Steinwollblöcke verwendet . Ich habe jeweils die Hälfte der Steckies mit Weidenwasser gemacht und die andere Hälfte mit Clonex. Bei den Weidenwasser-Steckies wurden die Steinwollblöcke in Weidenwasser gewässert (24 Std) und die Stecklinge in Weidenwasser getunkt. Die andere Hälfte habe ich in normalem Wasser eingelegt und die Steckies in Clonex gedippt.

    Ich melde mich hier nochmal - sobald es Ergebnisse gibt.

    __________________________________________________ _____________________

    So, heute sind es 10 Tage her, seit dem ich den Clonex-Weidenwasser Versuch gestartet habe und das Ergebnis ist wieder mal verblüffend:

    Gestern zeigte der erste Clonex-Stecki Wurzeln

    Heute haben weitere 3 Clonex-Steckies Wurzeln gezeigt

    Heute haben aber auch fünf Weidenwasser Steckies Wurzeln gezeigt

    Das heisst, unterm Strich habe ich nach 10 Tagen vier Clonex und 5 Weidenwasser Steckies bewurzelt. Abgesehen von der Verwendung der beiden unterschiedlichen Hormonpräparate Clonex und Weidenwasser waren die Steckies vollständig identischen Bedingungen ausgesetzt. Alle waren in Steinwollblöcken, in ein und demselben Mini-Gewächshaus.

    Fazit:

    Weidenwasser steht Clonex in nichts nach. Es ist sowohl für den Einsatz mit Torfquelltöpfen, als auch mit Steinwollblöcken geeignet. Sowohl die Quote der bewurzelten Steckies, als auch die Dauer der Bewurzelung ist annähernd gleich.

    Ich werde in ca. vier Tagen einen abschließenden Bericht mit allen Ergebnissen posten, so als Überblick.

    __________________________________________________ _____________________

    OK, der Versuch ist abgeschlossen. Alle Steckies sind bewurzelt und inzwischen umgetopft.

    Das Ergebnis läuft auf ein "Unentschieden" raus, denn weder von der Erfolgsmenge, noch von der Bewurzelungsdauer habe ich relevante Unterschiede feststellen können.

    Hier die genauen Daten:

    5 Clonex-Stecklinge geschnitten 17.9.03 auf Steinwolle Wurzeln: 9-11 Tage
    5 Weidenwasser St. geschnitten 17.9.03 auf Steinwolle Wurzeln: 10 Tage
    4 Clonex-Stecklinge geschnitten 19.9.03 auf Steinwolle Wurzeln: 10 Tage
    4 Weidenwasser St. geschnitten 19.9.03 auf Steinwolle Wurzeln: 10 Tage

    Die 8 Steckies, die ich am 19.9. geschnitten hatte, trugen alle schon Blütenfäden, waren also mitten in der Vorblüte. Trotz dieser "erschwerten" Bedingung einen 100%igen Erfolg zu haben, hätte ich nicht erwartet.

    Ich schließe damit den Versuch ab, mit dem Resumee, dass Weidenwasser dem Clonex ebenbürtig ist. Ich bin natürlich gerne bereit, noch Fragen zu beantworten, aber es wird hier keine neuen Berichte mehr geben.

    Wer das Schicksal der Steckies weiterverfolgen will, kann das im Quartett-Battle
    tun,..

    __________________________________________________ _____________________

    TrangOul betsätigt das Ergebnis:

    Habe mir Weidenwasser angesetzt. Streng nach Deiner Beschreibung. Gesamt 2 Töpfe. Den ersten habe ich nach 24 Stunden verarbeitet.

    3 * 3 Stecklinge von Durban Poisen
    3 Stecklinge von 2 verschiedenen Purple Power.

    Das Ganze je 2 mal.

    Einmal habe ich die Steckies gemäss Bauer`s Anleitung mit Weidenwasser "angesetzt", einmal mit einem Wurzelhormon aus dem Growshop. (Wenn der Typ/Firma interessiert, schau ich mal nach, wie das Zeug heisst.)

    Am Dienstag, 25.11. wurde dieses bewerkstelligt.
    Heute, nach 10 Tagen haben ALLE Weidenwasser-Steckies gewurzelt. Und zwar richtig massiv.
    Von den Wurzelhormon-Steckies habe ich 5 Stück verloren.

    Weidenwasser:
    12 von 12

    Hormon
    7 von 12

    Grüsse und ein dickes Dankeschön an Der Bauer,

    Trang


    P.S.:
    Es waren 2 Weidenwassertöpfe, da ich wissen wollte, ob man ein besseres Ergebnis erzielt (in Form von stärkerem Wurzelwuchs o.ä.) wenn man den Sud länger stehen lässt. Öhm, der Kram hat nach knapp 48 Stunden (er stand bei Zimmertemp) angefangen zu schimmeln.


    __________________________________________________ _____________________

    Fragen und Antworten:

    Frage:kann man eigentlich auch die stöcke im winter (februar/märz) abschneiden um dann zu klonen? denn ich komm schlecht an clonex etc ran und wollt dies mal gerne anhand von n paar steckies geschlechtsüberprüfung machen, denn hatte dieses jahr zu viele männers...
    oder kann man das weidenwasser zwecks konservierung einfrieren?



    Antwort:Ich fürchte, man kann Weidenwasser nicht einfrieren. Alle mir bekannten Hormonpräparate sollen frostfrei gelagert werden, ich denke das schließt einfrieren aus.

    Weiden kann man aber auch im März problemlos schneiden, denn da sind sie schon hoch aktiv. Oft sind sie schon im Februar soweit - Weidenkätzchen zeugen davon...


    __________________________________________________ _____________________

    Frage:Du hast irgendwo glaube ich geschrieben, dass das im Winter nicht mehr so gut funktioniert. Bis wann meinst Du kann man die Weidenäste denn noch abschneiden?

    Antwort:Ich habe keine eigene Erfahrung, wie lange das geht, aber - wenn ich meinem Gefühl folgen soll - dann denke ich, es sollte bis Ende November und ab Anfang März kein Problem sein. Denn Weiden sind sehr aktive Pflanzen, die schon sehr früh im Jahr anfangen auszutreiben. Und im Herbst ist sowieso die Zeit, in denen Weiden besonders gut steckbar sind, weil die ganze Kraft in die Wurzelbildung geht.

    Mal sehen, ich habe vor im Winter von meinen SxA-Samen ein paar Steckies zu nehmen, vielleicht mach ich da einfach nochmal einen Versuch.


    __________________________________________________ _____________________

    Frage:Du hast Weiden genommen, weil diese Pflanze kaum "klein" zu bekommen ist.
    Man bricht nen Zweig ab, steckt ihn in die Erde und er zieht Wurzeln.

    1.
    Könnte man anstatt Weide vielleicht auch die "Robinie" (fälschlicherweise als "Akazie" bezeichnet) nehmen ? Von denen habich ein paar in meinem Wald stehen und die wird man nicht los.
    Und sie wuchern 5 mal so schnell wie Unkraut. Ein Keimling (dafür reicht schon ein Bruchteil einer Wurzel) übersehen und Du hast in 14 Tagen eine Robinie von knapp 60 cm stehen.

    Gleiches Problem mit der wilden Brombeere. Dieser Pflanze wird man auch nicht Herr. Die kannst Du so oft aus dem Boden ziehen, reissen oder graben, die Pflanze kommt garantiert in einer Woche wieder.

    2.
    Was würde passieren, wenn wir anstatt mit Wasser, mit Weidenwasser giessen? Dünger etc genauso wie mit Wasser verabreichen nur das Wasser eben durch Weidenwasser ersetzen.

    Eigentlich müssten unsere Mädels doch ein mächtiges Wurzelwerk bekommen und somit richtig Kraft haben, oder ?


    Antwort:Also ich hab mir das auch schon überlegt, es mit anderen Pflanzen zu probieren, etwa Himbeeren. Ich neige dazu, es bei den Weiden zu belassen, aber wahrscheinlich würde es auch mit anderen gehen. Meines Wissens hat keine andere Pflanze mehr Wurzelhormon in den Ästen, als die Weide, aber ich kann mich auch täuschen. Und Weiden gibts praktisch überall, zumindestens an Bächen und Flüssen...

    Zu der Frage mit dem Gießen glaube ich, es wäre einfach zuviel Arbeit. Die Menge an Wasser die du brauchst ist einfach zu groß. Aber ich gieße das überschüssige Weidenwasser immer an die Pflanzen.

    Mein Vater hat mal Weidenwasser anders hergestellt. Er hat einfach eine irre Menge Weidenäste mit der Schnittkante in ein volles 50 Liter Wasserfass gestellt und nach 48 Std. war es auch ganz ölig. Er hat das Wasser dann zum Gießen verwendet (nicht für Hanf...) und es war sehr erfolgreich. Also schaden tut es sicher nicht...


    __________________________________________________ _____________________

    Frage:kann man es auch zum keimen von samen benutzten?

    Antwort:Ich denke man kann es verwenden, um Samen zu keimen, aber ich glaube nicht, dass es einen Vorteil gegenüber normalem Wasser hat. Samen sind von sich aus sehr wurzelfreudig und brauchen dafür keinen Hormonzusatz.

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    Frage:bin auch grad am testen von weiden wasser

    ich hab jetzt meine stecklinge vor paar stunden in die jiffys mir weidenasser gesteckt doch jetzt hängen alle blätter runter!? ist das normal?


    Antwort:Am Anfang schwächeln sie immer etwas...das gibt sich.





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  3. #3

    Standard Stecklinge schneiden

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